IQ NRW Teilprojekt: "fachkraeftesicherung-nrw.de"
Ehrenamtliche aus den Regionen Bergisches Städtedreieck, Rhein-Kreis Neuss und Köln zeigen großes Interesse am neuen IQ Teilprojekt

Solingen. Am 18.02.2019 fand die Auftaktveranstaltung im Rahmen des neuen IQ NRW Teilprojektes „Begleitstruktur für Migrantenorganisationen zur beruflichen Integration, Anerkennung und Fachkräftesicherung“ in der Region Bergisches Städtedreieckstatt. Das Treffen wurde vom Kommunalen Integrationszentrum Solingen zusammen mit der MOZAIK gGmbH organisiert und fand in den Räumlichkeiten vom Kommunalen Integrationszentrum statt.

Musa Kavalli vom Kommunalen Integrationszentrum Solingen begrüßte die Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Er hob hervor, dass die Ehrenamtlichen einen sehr wichtigen Beitrag in der Integration von Neuzugewanderten leisten, und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit MOZAIK. Vertreter und Vertreterinnen aus der russisch-, arabisch- und farsisprachigen Communities, sowie dem Afro-German Verein e.V. nahmen am Treffen teil.

Nach einer Vorstellungsrunde übernahm Cemalettin Özer, MOZAIK gGmbH, das Wort und erklärte die Prinzipien und Ziele des neuen Teilprojektes. Laut der letzten Studien sollen ca. 260.000 Menschen aus den EU-Ländern und Drittstaaten nach Deutschland kommen, um die Arbeitsmarktbedürfnisse abzudecken. Dafür beschloss das Bundeskabinett im Dezember den Entwurf für ein Fachkräfteeinwanderungsgesetz und fördert regionale Fachkräftenetzwerke. In diesem Kontext werden die Ehrenamtlichen über das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz und regionale Fachkräftenetzwerke qualifiziert. Das Hauptziel ist, die strukturelle Vernetzung der Ehrenamtlichen in regionalen und lokalen Fachkräftenetzwerken. So können sie arbeitsmarktrelevante Informationen an Fachkräfte mit Einwanderungsinteresse bzw. Geschichte weiterleiten und ihre arbeitsmarktrelevante Expertise über ihre Herkunftsregionen und Communities den Mitgliedern der Fachkräftenetzwerke mitteilen.

Als ehrenamtliche Fachkräftesicherungsbegleitende sollen sie regelmäßig an den regionalen Qualifizierungen und Austauschtreffen teilnehmen, sowie Fachkräfte im Ausland über das Fachkräfteeinwanderungsgesetz informieren, Neuzugewanderte niedrigschwellig begleiten und diese Tätigkeiten dokumentieren.

Anschließend erklärte Itxaso García Chapinal, MOZAIK gGmbH, die Eckpunkte des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes. Das Gesetz schafft den Rahmen für eine gezielte Zuwanderung von qualifizierten Fachkräften aus Drittstaaten. Die Sprachkenntnisse und die Anerkennung eines Berufsabschlusses werden berücksichtigt. Wenn nur ein teilweise anerkannter Berufsabschluss vorliegt, gibt es auch die Möglichkeit, an einer Qualifizierungsmaßnahme in Deutschland teilzunehmen.

Die Ehrenamtlichen zeigten großes Interesse an dem neuen Teilprojekt sowie an dem neuen Gesetz. Sie berichteten auch über Fälle, die sie gerade begleiten. Eine Teilnehmern in fragte nach den Möglichkeiten für ausländische Lehrkräfte, in Deutschland in ihrem Bereich zu arbeiten. Die Vertreterin des Kommunalen Integrationszentrums empfahl lokale Beratungsstellen, die sich mit diesem Thema beschäftigen.

Am Ende der Veranstaltung wurden einige organisatorische Aspekte aufgegriffen und geklärt. Dabei wurden die Termine der Qualifizierungsreihe festgestellt und die Ehrenamtlichen wurden auf die Umfrage über die Qualifizierungsthemen Aufmerksam gemacht.

Bildergalerie der Veranstaltung:

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