IQ NRW Teilprojekt: "fachkraeftesicherung-nrw.de"
Austausch zur Rolle von Ehrenamtlichen aus Migrantenorganisationen beim Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Bochum. Am 07.05.2019 fand der Workshop im Rahmen des IQ NRW Teilprojektes „Begleitstruktur für Migrantenorganisationen zur beruflichen Integration, Anerkennung und Fachkräftesicherung“ statt. Mit dabei waren Ehrenamtliche aus den Regionen Bochum, Niederrhein-Duisburg und Emscher-Lippe. Das Treffen wurde vom Kommunalen Integrationszentrum Bochum organisiert und fand im Historischen Rathaus Bochum statt.

Die Veranstaltung begann mit einer kurzen Vorstellungsrunde. 13 Vertreterinnen und Vertreter aus der Iberoamerikanischen Gruppe, Griechische Gemeinde e.V., Education for Everyone, Deutsch Afrika Ruhr Forum e.V., Bosangani e.V., Humanitäre Solidarität Middle East e.V., Istok e.V., Deutsch-griechischer Kulturverein Gelsenkirchen und Umgebung e.V., Zonguldak Kulturverein e.V. und Griechischer Kulturverein NEO-ELLA e.V. sowie Vertreter aus der arabisch- und kurdischsprachigen Community nahmen an dem Treffen teil.

Danach stellte Defne Mete, MOZAIK gGmbH, den Entwurf zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz vor. Der Entwurf wurde noch nicht endgültig im Bundestag beschlossen und kann sich im weiteren Verlauf noch in einzelnen Punkten ändern.

Das Gesetz soll vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels die Anerkennung der Hochschul- und Berufsabschlüsse vereinfachen. Geplant ist deswegen u.a. die Einrichtung einer zentralisierten Ausländerbehörde sowie einer Ausländerbehörde in jedem Bundesland.

Weitere Maßnahmen sind die Förderung deutscher Sprachkenntnisse (bspw. Ausbau Goethe-Institut, Auslandsschulwesen, Berufspraktika mit Sprachangeboten) sowie der Ausbau des Portals der Bundesregierung „Make it in Germany“. Das Informationsportal wurde daraufhin aufgerufen und den Ehrenamtlichen gezeigt.

Außerdem wurde die Fachkräfteengpassanalyse von der Bundesagentur für Arbeit dargestellt. Die Analyse lässt erkennen, in welchen Berufsfeldern und Regionen es Engpässe gibt. Dazu gehören einzelne technische Berufe, Bauberufe sowie Gesundheits- und Pflegeberufe.

Nach dem Vortrag gab es zum Abschluss Raum für Fragen. Dabei wurde auf die Rolle der Ehrenamtlichen eingegangen. Die Ehrenamtlichen sollen in der ersten Phase des Teilprojektes als ehrenamtliche Fachkräftesicherungsbegleitende qualifiziert werden. Dazu gehört das regelmäßige Teilnehmen an den Austauschtreffen, die pro Quartal einmal stattfinden. Zudem sollen die Ehrenamtlichen die Fachkräfte, nachdem sie in Deutschland angekommen sind, begleiten und in kulturellen Fragen unterstützen.

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