IQ NRW Teilprojekt: "fachkraeftesicherung-nrw.de"
Austausch mit den Ehrenamtlichen aus der Region Emscher-Lippe, Duisburg und Bochum zum weiteren Verlauf des Projektes

Herten: Am 12.11.2019 fand die letzte regionale Veranstaltung in diesem Jahr mit den ehrenamtlichen Fachkräftesicherungsbegleitenden aus den Regionen Bochum, Duisburg und Emscher-Lippe statt. Petra Giesler, Regionalagentur Emscher-Lippe, begrüßte die Teilnehmenden aus den Vereinen Zonguldak Kulturverein e.V., Iberoamerikanische Gruppe, Griechische Gemeinde e.V., Deutsch-Afrika Ruhrforum e.V., Education for Everyone, NED ELLAS e.V und Friedensweg e.V. Anschließend klärte Cemalettin Özer, MOZAIK gGmbH, über das weitere Vorgehen auf.

Zu Beginn erwähnte Cemalettin Özer, dass es in diesem Jahr darum ging, die Ehrenamtlichen zu Themen wie dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz zu informieren. Hilfreich zu rechtlichen Themen ist die Homepage der Bunderegierung www.make-it-in-germany.de, auf die in den Workshops verwiesen wurde. Des Weiteren wurden Recherchen nach Fachkräftenetzwerken zum Thema Migration unternommen. Es stellte sich heraus, dass diese nicht in allen Regionen vorhanden sind. Aus diesem Grund wurde eine eigene Idee konzipiert. Diese sieht vor zu schauen, in welchen Branchen oder Berufen ein Fachkräftemangel in der jeweiligen Region vorhanden ist. Anschließend geht es darum zu recherchieren, welche Personen aus welchen Ländern bereits nach Deutschland gekommen sind und in diesen Mängelberufen eine volle Gleichwertigkeit ihrer Abschlüsse erhalten haben. Darüber hinaus soll im kommenden Jahr auch mit Unternehmernetzwerken und -verbänden kooperiert werden.

Über die Handwerkskammern, Arbeitsagenturen (Arbeitsmarktmonitor) und Wirtschaftsförderungen können Information eingeholt werden, in welchen Berufen ein Fachkräftemangel vorhanden ist.

Petra Giesler sieht einen Fokus bei den IT oder MINT Berufen und nicht in der Pflegebranche, da hier bereits die Pflegebranche bzw. Arbeitgeber aus dieser Branche viel für das Anwerben selbst initiiert haben. Silvia Mann, Kommunales Integrationszentrum Recklinghausen, erwähnte in dem Zusammenhang das Anwerben von rumänischen Pflegekräften.

Grundsätzlich ist es wichtig, in den einzelnen Regionen zu schauen, was schon gemacht wird, um an anderen Punkten anzusetzen und die Öffentlichkeit zu sensibilisieren, so Cem Organ, Kommunales Integrationszentrum Duisburg. Zum Beispiel kann man Kampagnen in Migrantenorganisationen zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz machen. Geplant ist zu Beginn des kommenden Jahres, Informationsveranstaltungen in Migrantenorganisationen zum Gesetz durchzuführen.

Die Rolle der Ehrenamtlichen besteht darin, Fachkräfte (im Verwandten- und Bekanntenkreis in den Herkunftsländern) mit Einwanderungsinteresse über das neue Gesetz zu informieren (und nicht anzuwerben). Wenn die Fachkräfte dann in Deutschland sind, geht es im nächsten Schritt darum, diese in Themen wie Leben und Arbeiten in Deutschland, bei Ämtergängen oder z.B. bei Freizeitangeboten zu unterstützen, damit diese auch langfristig als Fachkräfte in Deutschland bleiben.

Bilder der Veranstaltung:

In Kooperation mit: