IQ NRW Teilprojekt: "fachkraeftesicherung-nrw.de"
„Im Bereich Pflege und IT werden Fachkräfte gesucht“

Duisburg: Die dritte Qualifizierungsveranstaltung für die Ehrenamtlichen aus den Regionen Bochum, Emscher-Lippe und Niederrhein-Duisburg im Rahmen des IQ NRW Teilprojektes „Begleitstruktur für Migrantenorganisationen zur beruflichen Integration, Anerkennung und Fachkräftesicherung“ fand am 10.09.2019 statt. Zu Gast war eine Referentin von der Bundesagentur für Arbeit Duisburg und berichtete über die Arbeitsmarktsituation. Das Treffen wurde vom Kommunalen Integrationszentrum Duisburg organisiert, welches auch die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat.

Eröffnet wurde dieVeranstaltung mit einer Begrüßung durch Cem Organ vom Kommunalen Integrationszentrum Duisburg, in dem 70 Gruppen kulturell tätig sind.An dem Workshop nahmen, neben den Koordninierungspartnern aus Duisburg, Bochum und Recklinghausen, sechs Vertreterinnen und Vertreter aus der Griechischen Gemeinde e.V., Iberoamerikanischen Gruppe, Deutsch Afrika Ruhr Forum e.V., Humanitäre Solidarität Middle East e.V. und Interkulturelles Zentrum Magnet nahmen teil.

Anschließend übernahm Gabriela Brands-Karakus, Bundesagentur für Arbeit Duisburg das Wort. Sie stellte auf der Internetseite der Arbeitsagentur die Möglichkeit vor, wie Stellenangebote für ausländische Fachkräfte gefunden werden können. Darüber hinaus wurde „MY SKILLS“ vorgestellt. Dies ist ein Test, anhand dessen eine Abfragung der Kenntnisse erfolgt. Grundsätzlich gibt die Bundesagentur für Arbeit bei Arbeitsduldung Fördermittel und unterstützt auch, wenn ein Arbeitnehmer sprachliche Defizite hat, der Arbeitnehmer trotz dessen die Person einstellt. Zudem betonte Gabriela Brands-Karakus, dass im Bereich der Pflege und IT Fachkräfte gesucht werden.

Zum Abschluss wies die Referentin noch auf das Arbeitsmarktmonitoring hin, welches ein Instrument zur Analyse regionaler Strukturen ist und nähere Informationen anhand von Statistiken gefunden werden kann. Es besteht die Möglichkeit, den Newsletter dafür zu abonnieren, indem man sich mithilfe der E-Mail Adresse anmeldet. Für die Ehrenamtlichen standen zudem Materialien für ausländische Fachkräfte zur Verfügung.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurden Fragen bezüglich des Projektes gestellt und es kam zu einem Austausch.

Bildergalerie der Veranstaltung:

Die Ehrenamtlichen aus Emscher-Lippe, Bochum und Niederrhein-Duisburg freuen sich auf das neue IQ NRW Teilprojekt über Fachkräftenetzwerke und Fachkräftesicherung

Duisburg. Am 05.03.2019 fand die Auftaktveranstaltung im Rahmen des neuen IQ NRW Teilprojektes „Begleitstruktur für Migrantenorganisationen zur beruflichen Integration, Anerkennung und Fachkräftesicherung“ für die Ehrenamtlichen aus den Regionen Emscher-Lippe, Bochum und Niederrhein-Duisburg. Das Treffen wurde vom Kommunalen Integrationszentrum Duisburg zusammen mit der MOZAIK gGmbH organisiert und fand in den Räumlichkeiten vom Internationalen Zentrum Duisburg statt.

Cem Organ, Kommunales Integrationszentrum Duisburg, begrüßte die Teilnehmer und Teilnehmerinnen zur Auftaktveranstaltung des neuen IQ Teilprojekt und stellte kurz das Internationale Zentrum Duisburg vor, das von ca. 60 Gruppen regelmäßig genutzt wird. Daneben ist in dem Zentrum das Netzwerk NIDA (Netzwerk Integration durch Ausbildung) zu Hause, an dem ca. 30 Akteure der Arbeitsmarktintegration organisiert sind. Bettina Schmidt, Kommunales Integrationszentrum Bochum, Petra Giesler, Regionalagentur Emscher-Lippe, und Silvia Mann, Kommunales Integrationszentrum Recklinghausen, erwähnten in ihren Grußworten die Relevanz des Themas Fachkräftemangel in ihren Regionen und der Zusammenarbeit mit den Migrantenorganisationen. Vertreter und Vertreterinnen aus der Iberoamerikanischen Gruppe und aus den Vereinen Afro-Mühlheimers e.V., Griechische Gemeinde e.V., Education for Everyone, Deutsch Afrika Ruhr Forum e.V., Humanitäre Solidarität Middle East e.V., Istok e.V., Planet Afrika e.V., Zonguldak Kulturverein e.V. und Lalok e.V., sowie Vertretern aus der arabischprachigen Community nahmen am Treffen teil.

Nach der Vorstellungsrunde übernahm Itxaso García Chapinal, MOZAIK gGmbH, das Wort und erklärte die Prinzipien und Ziele des neuen Teilprojektes. Laut der letzten Studien sollen ca. 260.000 Menschen aus den EU-Ländern und Drittstaaten nach Deutschland kommen, um die Arbeitsmarktbedürfnisse abzudecken. Dafür beschloss das Bundeskabinett im Dezember den Entwurf für ein Fachkräfteeinwanderungsgesetz, das den Rahmen für eine gezielte Zuwanderung von qualifizierten Fachkräften aus Drittstaaten schafft und regionale Fachkräftenetzwerke fördert. In diesem Kontext werden die Ehrenamtlichen über das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz und regionale Fachkräftenetzwerke qualifiziert. Das Hauptziel ist die strukturelle Vernetzung der Ehrenamtlichen in regionalen und lokalen Fachkräftenetzwerken. So können sie arbeitsmarktrelevante Informationen an Fachkräfte mit Einwanderungsinteresse bzw. Geschichte weiterleiten und ihre arbeitsmarktrelevante Expertise über ihre Her-kunftsregionen und Communities den Mitgliedern der Fachkräftenetzwerke mitteilen.

Als ehrenamtliche Fachkräftesicherungsbegleitende sollen sie regelmäßig an den regionalen Qualifizierungen und Austauschtreffen teilnehmen, sowie Fachkräfte im Ausland über das Fachkräfteeinwanderungsgesetz informieren, Neuzugewanderte niedrigschwellig begleiten und diese Tätigkeiten dokumentieren.

Die Ehrenamtlichen zeigten großes Interesse an dem neuen Teilprojekt, sowie an dem neuen Gesetz. Es wurde darüber diskutiert, welche Rolle die Ehrenamtlichen in Fachkräftenetzwerken spielen sollen/können, sowie konkretere Beispiele von Einwanderung wurde benannt.  Um ihre ehrenamtliche Tätigkeit zu unterstützen wünschten die Ehrenamtlichen eine Ehren-amtskarte sowie Handzettel. MOZAIK wird sehr gerne diese Öffentlichkeitsmaterialien entwickeln.

Am Ende der Veranstaltung wurden einige organisatorische Aspekte aufgegriffen und geklärt. Dabei wurden die Termine für die nächste Veranstaltung festgestellt und Ideen für die Be-kanntmachung des Teilprojektes gesammelt.

Bildergalerie der Veranstaltung:

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