IQ NRW Teilprojekt: "fachkraeftesicherung-nrw.de"

Fachkräftesicherungsbegleitende aus Migrantenorganisationen sprechen über ihre Rolle in OWL

Bielefeld. Am 22.05.2019 fand die dritte Veranstaltung mit den Ehrenamtlichen aus der Region Ostwestfalen-Lippe im Rahmen des IQ NRW Teilprojektes statt. Thematisch ging es um das 2020 in Kraft tretende Fachkräfteeinwanderungsgesetz. Die Veranstaltung fand in den Räumlichkeiten der MOZAIK gGmbH statt.

Das Treffen begann mit einer kurzen Begrüßung. Mit dabei waren Vertreterinnen und Vertreter aus den Vereinen Epirotischer Verein Bielefeld und Umgebung e.V. und Interkultureller deutsch-russischer Verein „Wasilissa e.V.

Defne Mete, MOZAIK gGmbH, stellte das Fachkräfteeinwanderungsgesetz vor. Das Gesetz zielt darauf ab, eine gezielte und gesteigerte Zuwanderung zu ermöglichen. Ein wesentlicher Punkt ist die Einrichtung einer zentralen Ausländerbehörde. Darüber hinaus soll die Vorrangprüfung abgeschafft werden. Den Fachkräften wird zudem die Einreise für sechs Monate nach Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen gewährt.

Anschließend wurde das Informationsportal der Bundesregierung „Make it in Germany“ aufgerufen und die Möglichkeiten des Portals aufgezeigt.

Zudem wurde ein kurzer Blick auf die Fachkräfteengpassanalyse gelegt. In Nordrhein-Westfalen ist ein Fachkräftemangel besonders in den Berufen Energietechnik, Tiefbau, Gesundheits-, Kranken- und Altenpflege und Programmierung und IT-Anwenderberatung sichtbar.

Daraufhin sprach Cemalettin Özer, MOZAIK gGmbH, über die weitere Vorgehensweise sowie die Rolle der Ehrenamtlichen. Die Ehrenamtlichen haben die Aufgabe, Fachkräfte aus ihren Herkunftsländern über die Möglichkeit einer Einwanderung im Zuge des Gesetzes zu informieren. Im kommenden Jahr sollen die Ehrenamtlichen dann mit Fachkräftenetzwerken vernetzt werden. Hierfür werden sie in diesem Jahr zu bestimmten Themen geschult. Des Weiteren ist es wichtig, Informationen über das Gesetz in den einzelnen Vereinen weiterzugeben oder auf der Homepage z.B. auf das Informationsportal „Make it in Germany“ zu verweisen.

Für die einzelnen Regionen ist es wichtig zu schauen, in welchen Brachen es überhaupt einen Fachkräftemangel gibt und Personen aus welchen Ländern sind bereits aus diesen Berufsgruppen in Deutschland, die eine volle Gleichwertigkeit für ihre Qualifikation erhalten haben. Zudem kann geschaut werden, in welchen Ländern deutsch als Fremdsprache unterrichtet wird.

Am Ende wurden noch die Dokumentationsblätter eingesammelt.

Bilder der Veranstaltung:

Die Bundesagentur für Arbeit Bielefeld stellt den Ehrenamtlichen den Arbeitsmarktmonitor vor

Bielefeld. Am 22.05.2019 fand die zweite Veranstaltung mit den Ehrenamtlichen aus der Region Ostwestfalen-Lippe im Rahmen des IQ NRW Teilprojektes statt. Die Bundesagentur für Arbeit Bielefeld informierte dabei die Teilnehmenden zum Thema Arbeitsmarktmonitor und der aktuellen Situation des Arbeitsmarktes in Bieklefeld. Die Veranstaltung fand in den Räumlichkeiten der MOZAIK gGmbH statt.

Der Workshop begann mit einer kurzen Vorstellungsrunde. Mit dabei waren Vertreterinnen und Vertreter aus den Migrantenorganisationen bzw. Communities Epirotischer Verein Bielefeld und Umgebung e.V, Polnischsprachige Community, Wasilissa e.V, Verein der polnischen Frauen in OWL e.V. und Kinder-, Jugend- und Familienverein „Modellierton“ e.V. Darüber hinaus waren Sina Thomaschky und Tim Berg von der Bundesagentur für Arbeit Bielefeld als Referent/innen eingeladen.

Nach der Vorstellungsrunde wurden aktuelle Fragen der Teilnehmenden zum Integration Point der Agentur für Arbeit beantwortet. Das Beratungsangebot und Fördermöglichkeiten der Agentur für Arbeit wurde kurz vorgestellt.

Anschließend übernahm Tim Berg das Wort und berichtete über die Arbeitsmarktsituation im Agenturbezirk Bielefeld, zu dem auch der Kreis Gütersloh gehört. Die meisten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten waren zum Stichtag 30.09.2018 in den Wirtschaftszweigen verarbeitendes Gewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Handel tätig.

Die meisten Arbeitsstellen waren im April 2019 im Agenturbezirk Bielefeld in den Berufsbereichen „Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung“, „Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit“ und „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“ gemeldet.

Zudem haben die Ehrenamtlichen von der Bundesagentur für Arbeit ein Exemplar zur Fachkräfteengpassanalyse bekommen. Hierbei wurde speziell die Region Ostwestfalen-Lippe betrachtet. Berufe auf der Liste sind u.a. Fachkräfte der Mechatronik und Automatisierungstechnik, Energietechnik, Informatiker, examinierte Altenpfleger.

Zum Abschluss wurde der Arbeitsmarktmonitor vorgestellt. Das ist ein Instrument, das die regionalen Strukturen mithilfe von Daten zu Berufen, Branchen, Arbeitsmarkt und Demografie analysiert. Die einzelnen Regionen können anhand von Tabellen und Grafiken miteinander verglichen werden. Die Ehrenamtlichen haben nach der Registrierung die Möglichkeit, selbst auf das Instrument zuzugreifen. So kann ermittelt werden, in welchen Berufen ein regionaler Mangel vorhanden ist.

Abschließend wurden Fragen sowie Organisatorisches geklärt.

Bilder der Veranstaltung:

MOZAIK stellt das neue IQ NRW Teilprojekt über Fachkräftenetzwerke und Fachkräftesicherung den Ehrenamtlichen aus den Regionen Ostwestfalen-Lippe

Bielefeld. Am 25.02.2019 fand die Auftaktveranstaltung im Rahmen des neuen IQ NRW Teilprojektes „Begleitstruktur für Migrantenorganisationen zur beruflichen Integration, Anerkennung und Fachkräftesicherung“ in der Region Ostwestfalen-Lippe statt. Für das Treffen hatte die MOZAIK gGmbH ihre Räumlichkeiten in Bielefeld zur Verfügung gestellt.

Itxaso García Chapinal, MOZAIK gGmbH, begrüßte die Teilnehmer und Teilnehmerinnen zur Auftaktveranstaltung des neuen IQ Teilprojekt in Ostwestfalen-Lippe. Vertreter und Vertreterinnen aus den Vereinen Epirotischer Verein Bielefeld und Umgebung e.V und Deutsch-Ezidische Freundschaft e.V. nahmen am Treffen teil.


Im Folgenden übernahm Cemalettin Özer, MOZAIK gGmbH, das Wort und erklärte die Prinzipien und Ziele des neuen Teilprojektes. Laut der letzten Studien sollen ca. 260.000 Menschen aus den EU-Ländern und Drittstaaten nach Deutschland kommen, um die Arbeitsmarktbedürfnisse abzudecken. Dafür beschloss das Bundeskabinett im Dezember den Entwurf für ein Fachkräfteeinwanderungsgesetz und fördert regionale Fachkräftenetzwerke. In diesem Kontext werden die Ehrenamtlichen über das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz und regionale Fachkräftenetzwerke qualifiziert. Das Hauptziel ist es, die strukturelle Vernetzung der Ehrenamtlichen in regionalen und lokalen Fachkräftenetzwerken. So können sie arbeitsmarktrelevante Informationen an Fachkräfte mit Einwanderungsinteresse bzw. Geschichte weiterleiten und ihre arbeitsmarktrelevante Expertise über ihre Herkunftsregionen und Communities den Mitgliedern der Fachkräftenetzwerke mitteilen.

Als ehrenamtliche Fachkräftesicherungsbegleitende sollen sie regelmäßig an den regionalen Qualifizierungen und Austauschtreffen teilnehmen, sowie Fachkräfte im Ausland über das Fachkräfteeinwanderungsgesetz informieren, Neuzugewanderte niedrigschwellig begleiten und diese Tätigkeiten dokumentieren.

Anschließend erklärte Itxaso García Chapinal die Eckpunkte des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes. Das Gesetz schafft den Rahmen für eine gezielte Zuwanderung von qualifizierten Fachkräften aus Drittstaaten. Die Sprachkenntnisse und die Anerkennung eines Berufsabschlusses werden berücksichtigt. Wenn nur ein teilweise anerkannter Berufsabschluss vorliegt, gibt es auch die Möglichkeit, an einer Qualifizierungsmaßnahme in Deutschland teilzunehmen.

Die Ehrenamtlichen zeigten großes Interesse an dem neuen Teilprojekt, sowie an dem neuen Gesetz. Es wurde darüber diskutiert, wie die Beherrschung der deutsche Sprache die Arbeitssuche beeinflusst und welche Möglichkeiten zugewanderte Fachkräfte haben, die Sprache in ihren Herkunftsländern, sowie in Deutschland, zu lernen.

Am Ende der Veranstaltung wurden einige organisatorische Aspekte aufgegriffen und geklärt. Dabei wurde das Thema für die nächste Veranstaltung festgestellt. Die Ehrenamtlichen möchten sich über die Merkmale und Bedürfnisse des Arbeitsmarktes in der Region informieren.

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