IQ NRW Teilprojekt: "fachkraeftesicherung-nrw.de"
Austausch mit den Ehrenamtlichen über das Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Köln – Am 05.06.2019 fand die dritte Veranstaltung mit den Ehrenamtlichen aus den Regionen Köln, Neuss und Bergisches Städtedreieck im Rahmen des IQ NRW Teilprojekts der MOZAIK gGmbH statt. Inhaltlich ging es um den Entwurf des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes. Die Veranstaltung fand in der Regionalagentur Region Köln statt.

Barbara Hofmann von der Regionalagentur Region Köln eröffnete mit einer Begrüßung die Veranstaltung. Insgesamt nahmen sechs Ehrenamtliche aus unterschiedlichen Migrantenorganisationen und Communities teil. Dazu gehören Afro-German e.V., Nasch Dwor - Unser Hof e.V. sowie arabische, afghanische, türkische und arabische Communities.

Danach stellte Defne Mete, MOZAIK gGmbH, den Entwurf zum neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetz vor. Das Gesetz wurde bislang noch nicht im Bundestag verabschiedet und die vorgestellten Punkte können sich in der endgültigen Fassung noch ändern.

Das Gesetz soll in Anbetracht des Fachkräftemangels die Anerkennung der Hochschul- und Berufsabschlüsse vereinfachen. Geplant ist deswegen u.a. die Einrichtung einer zentralisierten Ausländerbehörde sowie einer Ausländerbehörde in jedem Bundesland.

Weitere Maßnahmen sind die Förderung deutscher Sprachkenntnisse (bspw. Ausbau Goethe-Institut, Auslandsschulwesen, Berufspraktika mit Sprachangeboten) sowie der Ausbau des Portals der Bundesregierung „Makeit in Germany“. Das Informationsportal der Bundesregierung wurde anschließend aufgerufen und den Ehrenamtlichen wurde aufgezeigt, welche Möglichkeiten das Portal bietet. Zudem wurde auf die Internetseite „Anerkennung in Deutschland“ hingewiesen.

Anschließend wurde die Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit vorgestellt. Für Nordrhein-Westfalen ist ein Fachkräftemangel besonders in den Berufen Energietechnik, Tiefbau, Gesundheits-, Kranken- und Altenpflege und Programmierung und IT-Anwenderberatung sichtbar.

Abschließend gab es Zeit für Fragen. Es wurde angemerkt, dass es mit einem ausländischen Bachelorabschluss bei bestimmten Fachrichtungen (z.B. englische Literatur) keine genaue Berufsbezeichnung in Deutschland gibt und somit es grundsätzlich in einigen Berufen schwer ist, einen Job zu finden.

Zum Ende wurden die Dokumentationsblätter eingesammelt. Die nächste Veranstaltung findet im November statt.

Bilder aus der Veranstaltung:

Die Migrationsbeauftragte der Agentur für Arbeit Köln informiert Fachkräftesicherungsbegleitende über Arbeitsmarktsituation

Köln – Am 02.04.2019 fand die zweite Veranstaltung der ehrenamtlichen Fachkräftesicherungsbegleitenden aus den Regionen Köln, Neuss, Bergisches Städtedreieck im Rahmen des IQ NRW Teilprojekts der MOZAIK gGmbH statt. Petra Hovi, Migrationsbeauftragte der Agentur für Arbeit Köln, informierte die Ehrenamtlichen zum Thema Arbeitsmarktsituation und Mangelberufe. Die Veranstaltung wurde von der Regionalagentur Region Köln organisiert, die ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellte.

Die Veranstaltung begann mit einer Vorstellungsrunde. Anschließend folgte die Begrüßung durch Cemalettin Özer, MOZAIK gGmbH sowie Barbara Hofmann, Regionalagentur Region Köln. Sie stellte kurz die Regionalagentur Region Köln vor, deren Aufgabe es ist,, die Arbeitspolitik der Landesregierung in der Region Köln umsetzen, z. B. durch Beratung zu Förderprogrammen. Für die Umsetzung kommt den Netzwerken eine entscheidende Rolle zu. Dazu gehört auch die Zusammenarbeit mit Migrantenorganisationen. An der Veranstaltung nahmen neun Ehrenamtliche aus den arabisch-, russisch- und persischsprachige Communities, sowie aus den Vereinen Solibund e.V., Nasch-Dwor e.V., Afro-German e.V. und ELELE Initiativ teil.

Danach übernahm Petra Hovi, Agentur für Arbeit Köln, das Wort und hielt einen Vortrag über die Bedarfe und Merkmale des Arbeitsmarktes. Es wurde drauf hingewiesen, dass insbesondere in Berufen aus der Pflege sowie dem Handwerk und dem IT-Bereich ein Fachkräftebedarf vorhanden ist. Das heißt, dass in diesen Bereichen ausgebildete Menschen gesucht werden. Eine große Hürde bei der Einstellung von Fachkräften sind die Sprachkenntnisse, bei der das Niveau B2 von einigen Unternehmern gefordert wird. Allerdings betonte Cemalettin Özer, dass diese Forderung nur für einige Berufe gesetzlich vorgeschrieben ist. In allen anderen Berufen ist es dem einzelnen Unternehmer selbst überlassen, in welchem Umfang der potentielle Arbeitnehmer deutsche Sprachkenntnisse vorweisen kann.

Außerdem hob Petra Hovi hervor, dass die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse in der Regel ein hilfreiches Verfahren ist, da die Arbeitgeber die Fähigkeiten der Fachkräfte besser einsetzen können und den Ratsuchenden die Möglichkeit gibt, wenn notwendig ihre Defizite abzudecken.

Nach dem Vortrag hatten die Ehrenamtlichen die Gelegenheit, Fragen an die Referentin zu stellen. Insgesamt wurde darauf hingewiesen, dass es für die Ehrenamtlichen wichtig ist, die  Leute zu motivieren, die sollten keine Entscheidung für die Ratsuchenden treffen, sondern sie auf Beratungsstellen hinweisen und von den Vorteilen der Sprachkursen oder des Anerkennungsverfahren erzählen. Abschließend verwies Petra Hovi auf das Kompetenzzentrum Bildung und Arbeit für Migrantinnen und Migranten in Köln, bei der sich Menschen mit Migrationshintergrund, die seit mehreren Jahren in Deutschland sind, jederzeit beraten lassen können. Im Rahmen des Zentrums finden wöchentlich Austauschtreffen zu verschiedenen Themen der Arbeitsmarktintegration für Ehrenamtliche statt, die die Fachkräftesicherungsbegleitenden gerne besuchen können.

Abschließend wurden noch einige organisatorische Details geklärt sowie die neuen Dokumentationsunterlagen ausgeteilt. Die nächste Veranstaltung findet im Juni wieder in Köln statt.

Bildergalerie des Austauschtreffens:

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